Neue Zeitung “GesundheitsNachrichten”

Soeben erschien im Kölner Biermann Verlag ist die erste Ausgabe der Fachzeitung “GesundheitsNachrichten“. Sie versteht sich als neuer, unabhängiger Nachrichtentitel für das gesamte deutsche Gesundheitswesen. Focus: Die Gesundheitsindustrie als Branche. Zielgruppen sind Vertreter/Innen aus der Gesundheitspolitik, der Pharma- und Medizintechnik-Industrie, dem Groß- und Einzelhandel von Pharma- und Geräte-Industrie sowie die in Heilberufen, Kliniken und Praxen Beschäftigten. Insgesamt arbeiten im medizinisch-industriellen Komplex 4,1 Millionen Menschen in Deutschland.
In den “GesundheitsNachrichten” sollen die Akteure Stellung beziehen und ihre Leistungen und Beiträge darstellen. “Das Gesundheitswesen ist einer der interessantesten Sektoren unserer Wirtschaft, war als Thema der politischen Auseinandersetzung von wahlentscheidender Bedeutung und bestimmt die Koalitionsverhandlungen”, beschreibt Verleger Hans Biermann die Ausgangslage für das neue Zeitungskonzept. “Der Stellenwert der Gesundheitsindustrie steigt stetig, denn Gesundheit ist nicht nur der einzige seit 1954 kontinuierlich wachsende Markt, sondern sie ist auf dem Weg, die künftige deutsche Schlüsselindustrie schlechthin zu werden!” so Biermann weiter.
Das Konzept der “GesundheitsNachrichten”
Die “GesundheitsNachrichten” erscheinen zunächst monatlich im großen Rheinischen Zeitungsformat und sind durch die blaue Farbe unmittelbar erkennbar. Ein zwölfköpfiges Redaktionsteam aus Redakteur/Innen des Biermann Verlages sowie Gastautoren und Experten recherchiert, analysiert und berichtet über alle Themen aus der Gesundheitsindustrie. Die Zeitung behandelt aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte und Namensartikel in den Rubriken “Gesundheitspolitik”, “Medizin & Versorgung”, “Klinik & Praxis”, “Pharma und MedTech”, “Apotheken und Handel”, “Versicherung und Verwaltung”, sowie “Feuilleton”.
Am 16. Dezember 2007 um 22:18 Uhr
Am 8. Februar 2008 um 23:59 Uhr
Schlaf schützt Kinder vor Übergewicht
Schon jede Stunde senkt die Gefahr vor Fettleibigkeit
Baltimore (pte/08.02.2008/17:22) - Wenig Schlaf kann bei Kindern Fettleibigkeit hervorrufen. Zu diesem Ergebnis kommen US-Wissenschaftler der John Hopkins Bloomberg School of Public Health http://www.jhsph.edu in einer Studie. Bei bis zu 92 Prozent der Kinder führt Schlafmangel demnach zu Übergewicht. Jede Stunde zusätzlicher Schlaf verringert dieses Risiko jedoch um neun Prozent, berichten die Wissenschaftler. Entwarnung gibt es hierbei überhaupt für Mädchen. Der Zusammenhang zwischen Schlaf und Übergewicht konnte lediglich bei Buben festgestellt werden.
Die Wissenschaftler untersuchten 17 Studien zum Thema Kinderschlaf und Übergewicht. “Die Analyse der Daten zeigte einen klaren Zusammenhang zwischen der Dauer des Schlafes und dem Risiko übergewichtig oder fettleibig zu werden”, folgert Studienautor Youfa Wang, Professor an der Bloomberg Schule für Ernährung. “Jedoch nimmt das Risiko dick zu werden mit zunehmenden Schlaf ab”, so Wang. Nach Aussagen von Wang ist ein ausgiebiger Schlaf das beste Mittel gegen dicke Kinder.
Wang meint zudem, dass diese Erkenntnisse besonders für jene Teile der Welt von besonderer Bedeutung sind, in denen Kinder wegen des Leistungsdrucks oft nicht genügend Schlaf bekommen. Besonders in ostasiatischen Ländern ist das Probleme mit übergewichtigen Kindern weit verbreitet. In den analysierten Studien variierten die empfohlenen Schlafenszeiten für Kinder sowie das Alter der Kinder. Die optimale Schlafenszeit für Kinder unter fünf Jahren beträgt laut Wang elf Stunden. Unter Zehnjährige sollte Schlaf bis zu zehn Stunden ermöglicht werden. Bei Kinder über elf Jahren liegt die Untergrenze bei mindestens neun Stunden, im eine Gewichtszunahme zu vermeiden.
Am 13. Februar 2008 um 15:00 Uhr
Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
Gefälschte Malaria-Medikamente aufgedeckt
Blütenstaub in Tabletten als eindeutiger Hinweis
Oxford (pte/13.02.2008/06:05) - In Südostasien ist bereits jedes zweite Anti-Malaria-Medikament gefälscht. Eine Gruppe aus internationalen Ermittlern konnte diese Woche einen kleinen Erfolg im Kampf gegen gefälschte Arzneien in Südostasien verzeichnen. Durch den Einsatz der Ermittler konnte eine in China ansässige Fälscherbande aufgedeckt werden. Die Kriminellen versorgten eine Viertelmillion Menschen mit den gefälschten Anti-Malaria-Präparaten. In den falschen Tabletten fanden Chemiker nicht nur verbotene und gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe, auch der Gesundheitszustand der dort ansässigen Bevölkerung litt stark unter den Nebenwirkungen der Präparate.
Malaria, auch “Sumpffieber” genannt, fordert jedes Jahr eine Mio. Menschenleben und stellt für 40 Prozent der Weltbevölkerung eine große Gefahr dar. Dies geht aus einem Bericht im PLoS Medicine-Journal http://medicine.plosjournals.org hervor. Das Anti-Malaria-Mittel “Artesunat” wird in der Republik China hergestellt und in Südostasien und Teilen Afrikas eingesetzt. Seit 1998 kam es durch Fälschungen des Präparats in Teilen Südostasiens zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen der Bevölkerung. Internationale Pharmakonzerne mussten wegen falscher Medikamente große Umsatzeinbußen in Kauf nehmen.
Die Ermittler setzen sich aus Medizinern, Polizisten und Chemikern zusammen. Die Experten untersuchten 391 Stichproben von Artesunat aus Vietnam, Kambodscha, Laos und Myanmar. 61 Prozent davon waren gefälscht. Die falschen Tabletten enthielten zudem krebserregende Bestandteile wie Benzol und Safrol. In den Pillen wurde auch Blütenstaub gefunden. Laut Dallas Mildenhall, Forensiker am Geologischen Institut in Neuseeland stellt Blütenstaub ein Indiz für eine gefälschte Tablette dar.
“Hierzulande gibt es das Problem mit gefälschten Medikamenten nicht. Die hier produzierten Medikamente werden von Pharmafirmen über den Pharmagroßhandel an die Apotheken vertrieben. Die Apotheken wiederum verkaufen diese direkt an den Kunden. Die Kette vom Hersteller zum Endverbraucher wird so nie unterbrochen”, meint Wolfgang Jassek von der Apothekerkammer http://www.apotheker.or.at/ im Gespräch mit pressetext. Laut Jassek ist der Arzneimittelbereich streng geregelt. “Wir raten davon ab, Medikamente über das Internet zu kaufen, da das Risiko, ein gefälschtes Präparat zu erwerben, groß ist”, so Jassek.
Am 22. Februar 2008 um 07:33 Uhr
Amerikaner sind “Gesundheitsshopper”
Patientenmobilität in der EU als brennendes Thema
New York (pte/21.02.2008/16:41) - Zwei von fünf Amerikaner würden für eine medizinische Behandlung ins Ausland reisen, wenn sie für dieselbe Qualität die Hälfte bezahlen müssten. Dieses Ergebnis geht aus einer Umfrage des Deloitte Centre for Health Solutions http://www.deloitte.com hervor, die in einem Gesundheitsreport veröffentlicht wurde.
Laut dem Bericht liegt der Grund für den Medizintourismus in den steigenden Kosten des amerikanischen Gesundheitssystems. In der Studie, in der 3.000 Amerikaner befragt wurden, gaben 39 Prozent an, sich eine Auslandsbehandlung. Weitere 27 Prozent gaben an, sich in Zukunft eine Behandlung im Ausland vorstellen zu können und bereits drei Prozent nahmen eine Behandlung in einem anderen Land schon in Anspruch. Aus der Erhebung geht ebenfalls hervor, dass sich Personen mit einer Privatversicherung, eine derartige Behandlung im Ausland eher vorstellen können als jene, die das Krankenversicherungssystem Medicaid (sozialhilfeartige Leistung) und Medicare (Art klassischer Krankenversicherung) beanspruchen. Auch unter jungen Amerikanern mit spanischer oder asiatischer Abstammung ist Gesundheitsshopping im Ausland ein Thema.
Den Trend des Gesundheitstourismus erkannte 2005 schon die Europäische Kommission. Sie fordert seit damals das Fallen der Grenzen für Patienten. Kranke sollten europaweit eine freie Wahl von Arzt und Spital haben. “Mit den zunehmenden Bestrebungen der EU, Integration zu fördern, ist der Aspekt der Patientenmobilität sehr interessant”, meint Maria Hofmarcher, Gesundheitsökonomin am Institut für Höhere Studien in Wien http://www.ihs.ac.at/ im Gespräch mit pressetext. Die Leitlinien zur Patientenmobilität umfassen demnach das Recht auf eine angemessene und qualifizierte Versorgung, auf Aufklärung, Datenschutz und Vertraulichkeit, als auch über eine Transparenz von erstattungsfähigen Leistungen. Patienten sollten diese jedoch nur dann in Anspruch nehmen, wenn ihnen eine notwendige Therapie in der Heimat - aufgrund von Wartelisten - verwehrt ist. Die wohnortnahe Versorgung sollte aber weiterhin Vorrang haben.
Die EU rechnet jedes Jahr mit bis zu einer Mio. Patienten, die quer durch Europa die beste Hochleistungsmedizin suchen. Die Richtlinie sollte zwar schon im Dezember 2007 vorgestellt werden, der Termin wurde aber seit dem Jahr 2005 immer wieder verschoben. Ein Grund könnte sein, dass sich viele EU-Länder vor einer nicht ordnungsgemäßen Abrechnung zwischen den EU-Ländern fürchten.