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Nur jeder achte Beschäftigte mit Arbeitsplatz zufrieden
DGB-Umfrage.
In Deutschland ist nur lediglich jeder achte Arbeitnehmer mit den Arbeitsbedingungen zufrieden. Das ist das Ergebnis des neu eingeführten Indizes “Gute Arbeit” des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). DGB-Chef Michael Sommer nutzte das Ergebnis als Argument gegen die Rente mit 67.
Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer präsentiert den DGB-Index “Gute Arbeit”, Foto AP
„Nur zwölf Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland werden von den Beschäftigten als umfassend positiv beschrieben“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer. Er stellte den erstmals veröffentlichten DGB- Index „Gute Arbeit“ vor, der die Aussagen von mehr als 6000 Beschäftigten aus allen Regionen, Branchen, Einkommensgruppen und Arbeitsverhältnissen widergibt.
Nach dem Urteil der Befragten liegen 54 Prozent der Arbeitsplätze im Mittelfeld, ein Drittel (34 Prozent) der Stellen wurde als „mangelhaft“ beschrieben.
Ihren Index als Messlatte für Arbeitszufriedenheit wollen die Gewerkschaften künftig jährlich vorlegen. Zum Start erreichte der DGB-Index einen Wert von 58 Punkten - und liegt damit nach Sommers Worten 22 Punkte hinter den Anforderungen an „Gute Arbeit“. Der Indexwert zeige „große Defizite“ und großen Nachholbedarf.
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DGB: Widerstand gegen Rente mit 67
„Der berufliche Alltag in Deutschland ist geprägt von Arbeits- und Zeitdruck, körperlich einseitiger oder schwerer Arbeit sowie emotionalen Belastungen“, sagte Sommer. Es habe sich gezeigt, dass die „Schlechtestbezahlten“ auch die „schlechtesten Arbeitsbedingungen“ hätten. „Das Ergebnis kann niemand zufriedenstellen.“ Die „miesesten Arbeitsbedingungen“ ergaben sich im Hilfsarbeiter-Bereich.
Mit Verweis auf die Umfrage bekräftigte Sommer seinen Widerstand gegen die Rente mit 67. Nur die Hälfte der Beschäftigten gehe davon aus, die aktuelle Tätigkeit bis zum Rentenalter ausüben zu können. Die Rente mit 67 bleibe ein „gigantisches Rentenkürzungsprogramm“, das der DGB 2009 zum zentralen Wahlkampfthema machen werde.
Sommer wie auch die Vorsitzenden der beiden größten Einzelgewerkschaften IG Metall und ver.di, Jürgen Peters und Frank Bsirske, forderten, den Missbrauchmöglichkeiten durch Leiharbeit einen Riegel vorzuschieben. Leiharbeiter müssten nach „relativ kurzer Zeit“ wie die Stammbelegschaft bezahlt werden, sagte Bsirske. Peters kritisierte, eine „rein auf Kostensenkung ausgerichtete Unternehmensstrategie“ unterminiere Leistungsbereitschaft und Motivation der Beschäftigten.
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