“Eine Vermählung mit eingebautem Ehekrach-Potenzial”

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Ressort Thüringen

Erschienen am 13.07.2007 00:00

DIE LINKE

Eine Vermählung mit eingebautem Ehekrach-Potenzial

VON JENS VOIGT

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Dieter Hausold FOTO: ari
Bild:

 

 

Eine Niederlage nervt Dieter Hausold, Fraktionschef der Linkspartei, immer noch: „Ich habe es nie geschafft, dass Parteitage auf einen Tag beschränkt bleiben.“ Dabei, den Wunsch teilt er zum Beispiel mit Gregor Gysi, hätten doch auch Sozialisten das Recht, ihre Familie wenigstens sonntags zu sehen. „Aber das bekommt man in dieser Partei einfach nicht durch.“ (A B C-Hinweis: … mittels

“Augen zu durch durch!” -Tatik, was

eher UNVERMÖGEN ist,

wie “So was ist möglich” zeigt!)

So ist es auch wieder ein Zwei-Tage-Programm, mit dem sich die Landesverbände von Linkspartei und Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit (WASG) am Wochenende in Gotha endgültig zur neuen Partei „Die Linke“ vermählen. Die Hochzeit, die in Thüringen rund 7200 PDS-Mitglieder und knapp 140 auf WASG-Seite zusammenführt, soll nach Bekunden beider Partner „auf Augenhöhe“ stattfinden. Wozu gehört, dass die WASG, deren Mitglieder in der neuen Linken gerade mal zwei Prozent ausmachen, fast 17 Prozent der Gothaer Trauzeugen stellt. Im Übergangs-Landesvorstand sind mit vier Plätzen fast ein Fünftel der Sitze für die Wahlalternative reserviert. All dies steht in einer Vereinbarung, die PDS-Landeschef Knut Korschewsky und WASG-Landesvorsitzender Siegfried Güthoff bereits im März abzeichneten. Der Zusammenschluss sei mehr oder weniger eine Formalie, sagen die Parteispitzen.

Der über Jahre laufende Kennenlern-Prozess habe auch zur Annäherung geführt, meint Hausold: „Beide Seiten haben sich bewegt.“ Beim Kampf gegen die Agenda 2010 und die Hartz-Reformen etwa habe seine Partei durchaus Impulse der WASG aufgenommen. In der Vereinigung mit der vor allem gewerkschaftlich geprägten Wahlalternative sieht er für Thüringen einen Gewinn: „Die gehen an manche Themen frischer, unverbrauchter heran.“ Das helfe, „gewisse Trägheiten“ in der Partei wieder abzubauen. Strategisch, ganz klar, habe es ohnehin keine Alternative zur Fusion gegeben. „Ohne diesen Schritt wäre die PDS im Westen nie über zwei Prozent gekommen“, betont Hausold.

Ebenso wirbt Güthoff für die Hochzeit. „Allein wäre die WASG eine linke Gruppe von vielen geblieben“, mutmaßt der Rentner aus Ilmenau und findet sich in der neuen Linken „gut aufgehoben“. In den Grundsätzen stimme man schließlich überein, der Rest müsse eben immer wieder neu diskutiert werden. „Ohne die Zusicherung, dass Positionen gemeinsam erarbeitet werden, hätten wir nicht zugestimmt“, betont Güthoff. Der erste Ehestreit dürfte noch in diesem Jahr aufkommen, wenn die Partei ihr Landeswahlprogramm für 2009 aufstellt. „Beim Thema Regierungsbeteiligung“, so Hausold, „tut sich die WASG immer noch schwer.“ Er hofft, bis dahin möge sich auch bei den Partnern wenigstens ein bisschen die Erkenntnis durchgesetzt haben, die er auch aufmüpfigen PDSlern vorhält: „Bis die Weltrevolution nach Erfurt kommt, dauert es noch. Solange sollten wir wenigstens eine bessere Politik für Thüringen versuchen.“ Dass mit den neuen Mitstreitern Diskussionen eher länger und auch heftiger werden können, sorgt Hausold wenig: „Querdenken und sperrig sein gehört bei der Linken schon immer dazu.“ Gleichwohl soll die eigene politische Prägung durch die WASG in der neuen Partei nicht aufgegeben werden, meint Güthoff. Wer die Vereinigung nicht mittragen wollte, sei längst ausgetreten.

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Keine Alternative           A B C-Hinweis: Wenn Wenige Machthunger stillen wollen!

 Was ist Recht und was Unrecht? « [1] [2] »

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„Oder ausgetreten worden“, kritisiert Berndt Krummrich. Der Meininger, einst im Landesvorstand der WASG, verfolgt die Entwicklung mit Kopfschütteln. Die Wahlalternative habe sämtliche Ideale und Gründungsziele „wie Ballast abgeworfen, damit die Führung nur schnell genug auf die fetten Posten in Berlin fliegen kann“. Rückblickend hält er die WASG für eine „geschickte Ausgründung der PDS, um Wähler zu fangen“. Von Anfang an hätten ehemalige SED-Leute mitgemischt, die mit Unterstützung des WASG-Bundesvorstandes gegen unliebsame, unabhängige Aktivisten in Thüringen vorgingen. „Das hatte mit Demokratie nichts zu tun, das war reine Machtpolitik“, erinnert sich Krummrich. „Vom Ende her betrachtet war die Wahlalternative eigentlich gar keine.“ Auch der heutige WASG-Chef Güthoff hatte im Januar vorigen Jahres schon mal seinen Rücktritt verkündet, den er dann wieder vergaß. Jetzt kandidiert er nach eigenen Angaben für den Landesausschuss der neuen Partei. Deren neuer Vorsitzender wird der alte sein, nämlich Knut Korschewsky, versichert Hausold. Die vier WASG-Leute im Vorstand rangieren laut Beschlussvorlage erst ab Platz acht. Eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“, bei der mancher etwas weiter schauen muss.

 

Was die WASG einmal wollte …!

Warum “soll” (?), der Verfasser hat es tatsächlich so aufgeschnappt, wie ich mir von o. g. Kollegen bestätigen lies!

Der über Jahre laufende Kennenlern-Prozess -  halt die   gab es doch erst seit 22. Januar 2005 . Zum Vergleich.
Soll hier etwas Preisgegeben sein, dass man sich kenne. Stichwort: Doppelmitgliedschaft.

Impulse” stehen im Widerspruch zur Forderung: “HARTZ… muss weg!”

Und diese Aussage “Allein wäre die WASG eine linke Gruppe von vielen geblieben” bringt noch mehr Wahrheiten zutage!  Wie: Wer die Vereinigung nicht mittragen wollte, sei längst ausgetreten. - „Oder ausgetreten worden“ … . Armes Deutschland, was falsche Röte bringt, denn wie ist oben zulesen: Von Anfang an hätten ehemalige SED-Leute mitgemischt, die mit Unterstützung des WASG-Bundesvorstandes gegen unliebsame, unabhängige Aktivisten in Thüringen vorgingen … .- Solche Leute gab und gibt es auch in Sachsen-Anhalt, wo seit Ewigkeiten  E-Mail’s  / Anträgen, Beweisen, Bitten, Dokumenten, Fakten, Hinweisen, Zustellungen anderer Art)   a u s g e w i c h e n und dem Mitgliederwillen nicht entsprochen wird 

und …

Das Zeichen (ADU)soll Aufmerksamkeit erwecken und Sinne -> schärfen! ( VIEL IST AUCH IM “TRANSPARENTEN” - in den Freiflächen verborgen - UNTERSETZT ODER / UND ZUMINDEST VERLINKT

Ursache und

Wirkung,

eine Richtigstellung Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit

(vom ASG-Mitglied Heinz-Joachim Ka(r)pischke - früher im LandesvorstanSachsen-Anhalt)

…  schließlich gibt es “Adler im Anflug” (NEUE Form, um für Aufmerksamkeit zu sorgen) - neuerdings … … .

 DENN:

!AKUT! u n d »Man braucht Rückgrat« zusammengeführt!

(A B C-Hinweis: nachträglich fett bzw. farblich hervorgehoben)

7 Reaktionen zu ““Eine Vermählung mit eingebautem Ehekrach-Potenzial””

  1. blog

    hi…

    agree…

  2. marlinollo

    Dort findet man neben Musik:

    Drakan : Order of the Flame Rip
    link added at 2008-07-05.
    Drakan : Order of the Flame Rip Full Version

    Und M. bedeutet auch: The Beatles - Abbey Road u. v. a. m.

  3. Meinungssammler

    Weigert sich ein Langzeitarbeitsloser, zu Dumpinglöhnen zu arbeiten, darf die Grundsicherungsbehörde das Arbeitslosengeld II nicht kürzen.

    Dies entschied das Sozialgericht Dortmund im Falle einer Leistungsbezieherin aus Bochum, die bei einem Textildiscounter für einen Stundenlohn von 4,50 Euro brutto arbeiten sollte. Als die arbeitslose Frau die Arbeit ablehnte, senkte die ARGE Bochum die SGB II-Leistungen für drei Monate um 30 % ab (mtl. Kürzungsbetrag: 104,- Euro).

    Auf die Klage der Arbeitslosen hob das Sozialgericht Dortmund die Leistungskürzung auf. Es entschied, dass ein Stundenlohn von 4,50 Euro bei einem untersten Tariflohn von 9,82 Euro unzumutbar sei. Solche Stundenlöhne seien sittenwidriger Lohnwucher. Arbeitslosen derartige Stellen mit Hilfe von Sanktionen aufzuzwingen, hieße, Lohndumping behördlicherseits zu unterstützen und das Lohngefüge weiter nach unten zu schrauben.

    SG Dortmund, Urteil vom 02.02.2009, Az.: S 31 AS 317/07

    © 2010 Rechtsanwältin Christa Schaal, Berlin

  4. Wegezoll

    Afghanistan-Einsatz

    Ein Bürgermeister steht unter dem Feuer der Parteifreunde

    Zurück zum Thema:Karl_Koch

    Erfurt - Die Thüringer Linksjugend hat dem Trusetaler Bürgermeister Karl Koch so einiges vorzuwerfen. Kochs Auftritt bei der Bundeswehr schade nicht nur dem Ansehen seiner Partei, verlautete der Jugendverband.

  5. Archivarin

    Danke für die Themenrettung ala “Zurück zum Thema”!

  6. fixxx

  7. Der neue Mensch In: „Der Spiegel“ 1/2007

  8. Politische Geschlechtsumwandlung. Volker Zastrow FAZ, 20. Juni 2006

  9. Der kleine Unterschied Volker Zastrow FAZ, 7. September 2006

  10. Drucken | Versenden | Schrift - +

    Machtkampf in Hessen (www.hessen.de / www.hessischer-landtag.de )

    Falsches Spiel mit Ypsilanti

    Politik, 10.08.2009, Frank Stenglein

    , 2 Kommentare

    , Trackback-URL

    Essen/Wiesbaden. Tappte Andrea Ypsilanti beim Versuch ihrer Machtübernahme in Hessen in eine Falle? Glaubt man dem neuen Buch des Journalisten Volker Zastrow, dann wurde die SPD-Frau Opfer einer Intrige - ersonnen von ihrem ärgsten Parteirivalen im Bündnis mit der CDU.

    Die Abtrünnigen: Dagmar Metzger (v.l.), Jürgen Walter, Silke Tesch und Carmen Everts. Foto: ddp (ddp)

    Die Abtrünnigen: Dagmar Metzger (v.l.), Jürgen Walter, Silke Tesch und Carmen Everts. Foto: ddp

    Kann es sein, dass Politik manchmal funktioniert wie in schlechten Filmen? So abgefeimt, so voller Intrigen und nackter Machtgier? Man muss es befürchten, wenn man den Fall Ypsilanti betrachtet.

    Wenn der Journalist Volker Zastrow mit seinem am Dienstag erscheinenden Buch Recht hat - und dafür spricht vieles - dann muss die Geschichte des Scheiterns von Andrea Ypsilanti in Teilen neu geschrieben werden. Dann wäre die SPD-Linke beim Versuch Ministerpräsidentin in Hessen zu werden nicht nur Opfer ihres maßlosen, ungeduldigen Machtstrebens geworden, sie wäre auch in eine raffiniert gestellte Fall getappt.

    Ein falsches Spiel

    In der Hauptrolle als Bösewicht agiert - man möchte sagen erwartungsgemäß - ein Parteifreund: Jürgen Walter . Ypsilantis Rivale gehörte zu jenen vier Rebellen, die ihr die Gefolgschaft verweigerten, als die damalige hessische SPD-Chefin sich entgegen ihres Wahlversprechens von den Linken zur Regierungschefin wählen lassen wollte. Nach Zastrows Recherchen scheint aber klar: Walter hat ein falsches Spiel gespielt, hat Ypsilanti und ihre Getreuen im Oktober 2008 ermutigt, ja geradezu gedrängt, den Showdown zu wagen und den nur noch geschäftsführenden Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) abzulösen - notfalls mit Hilfe der Linken.

    Roland Koch (CDU, M.) mit seinem Regierungsprechter Dirk Metz. Foto: ddp (ddp)

    Roland Koch (CDU, M.) mit seinem Regierungsprechter Dirk Metz. Foto: ddp

    Gleichzeitig, so Zastrow, habe Walter heimlich diejenigen SPD-Landtagsabgeordneten bestärkt, die wegen des gebrochenen Wahlversprechens echte Gewissensbisse beschlich, darunter vor allem die Abgeordnete Silke Tesch. Walter hat womöglich auch die Zweifel der Abgeordneten Dagmar Metzger, die als erste Ypsilantis Kurs bekämpfte, an die Süddeutsche Zeitung „durchgestochen” und damit die Querelen in der SPD öffentlich gemacht. Bis dahin konnte Ypsilanti noch hoffen Metzger umzudrehen - danach nicht mehr.

    Beteiligt an dem Komplott war offenbar auch die CDU. Roland Koch, so Zastrows fundierte Mutmaßung, hat planmäßig darauf hingewirkt, dass Ypsilanti das Risiko einer Ministerpräsidentenwahl einging. Weil er wusste, dass er sich mindestens auf Walter verlassen konnte und dass Ypsilanti scheitern würde? Koch war jedenfalls stets bestens über SPD-Interna informiert.

    Eine furchtbare Rache

    All dies ist kaum zu begreifen ohne Kenntnis der speziellen hessischen SPD-Verhältnisse. Pragmatiker und Parteilinke sind hier traditionell in zwei starke, tief verfeindete Lager gespalten, Walter und Ypsilanti hatten sich in diesem Klima zu Antipoden entwickelt. Sie hatte dem damaligen SPD-Fraktionschef 2007 die sicher geglaubte Spitzenkandidatur streitig gemacht, wobei Gerüchte nie verstummten, dass auch dabei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Walters Rache war, wie man nun weiß, furchtbar.

    Zastrow liefert ganz nebenbei ein Sittengemälde dieses schrecklichen, aber auch hochinteressanten SPD-Landesverbandes, gegen den etwa die NRW-SPD eine wahre Idylle ist. Dem Autor, Politikchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, sind über dem Buch ein paar Illusionen flöten gegangen. „Eigentlich sollte dieses Buch eine Heldengeschichte erzählen”, bekennt er. Es kam anders, ohne dass der hochkonservative Zastrow Anlass sähe, zum Ypsilanti-Fan zu mutieren. Denn in die Falle getappt ist sie eben letztlich selbst - weil ihr Tunnelblick auf die Macht alle Warnzeichen ausblendete.

    Volker Zastrow: Die Vier - eine Intrige, Rowohlt-Verlag, €19.90

  11. Doki8

    “Abrechnungen haben” ihren “Preis!” - habe ich mal untersetzt.
    D8

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