Zum Urheberrecht:
| 16.03.2007 15:24 Uhr | Drucken | Versenden | Kontakt |
Internet: Ende der Kultur?Das Internet hat den Kommunismus wieder eingeführt – zulasten der Schöpfer geschützter Werke. Der freie Zugang zu digitalen Daten ist der Sauerstoff der Demokratie. Weil das Urheberrecht trotz seiner Schutzfunktion der Allgemeinheit reichliche Nutzungsmöglichkeiten gibt, ist es der Sauerstoff des Internets.
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„Wer Bücher stiehlt, in dessen Hand soll sich das Buch in eine reißende Schlange verwandeln. Der Schlagfluss soll ihn treffen und all seine Glieder lähmen. Laut schreiend soll er um Gnade winseln, und seine Qualen sollen nicht gelindert werden, bis er in Verwesung übergeht. Bücherwürmer sollen in seinen Eingeweiden nagen.“ (Inschrift in der Bibliothek des Klosters San Pedro in Barcelona) Das Kopieren begann einst in den Skriptorien der Klöster, kopiert wurde mit Vogelfeder und Rußtusche, Buchstabe für Buchstabe. Es war ein mühseliges Geschäft, aber es galt nicht als Geschäft, sondern als Kontemplation, als eine andere Form des Gebets. Heute ist Kopieren zum Kinderspiel geworden. Texte, Bilder, Musikstücke und ganze Spielfilme aus dem Netz herunter zu laden, also in bester Qualität zu kopieren, dauert nur ein paar Mausklicks. Die Gerätschaften dafür, vor ein paar Jahren noch sündteuer, sind Massenartikel geworden. Das perfekte Filmkopierwerk, so klagt es der Justitiar von Verdi, der in seiner Gewerkschaft die Künstler vertritt, ist heute ein Spielzeug fürs Kinderzimmer. Die Mönche würden staunen; für sie wäre das ein Fall für die Inquisition. Die Schriftsteller, Komponisten und Filmemacher sehen das so ähnlich und erst recht die Verlags-, Musik- und Filmindustrie, die auf gewerblichen Exklusivrechten aufbaut; das Internet funktioniert in ihren Augen wie eine gigantische Enteignungsmaschinerie. Das Internet hat – zulasten der Schöpfer geschützter Werke und zu Lasten der Wissens- und Unterhaltungsindustrie, die den Kreativen die Nutzungsrechte abgekauft hat - den Kommunismus wieder eingeführt. (Von A- B- C Jhervorgehoben und - siehe unter Kommentare - weiter Literatur angefügt. |
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Kommentare (A- B- C -Hinweise: Mit diesen Zeichen werden zunehmend Anmerkungen gekennzeichnet: oder / und x-beliebig andere Hyperlink
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Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel zu kommentieren. 18.03.2007 09:13:34 Bernhard Oleinek: Guten Tag, Herr Prantl, ich fühl mich nicht ganz wohl in meiner Haut, denn: Vor einiger Zeit schon hab’ ich mich hier angemeldet. Ja, und - was soll ich sagen - bei dieser Anmeldung kam - ICH SCHWöRE - kein Bildschirm-Formular! Also wo man angeben soll, wie man die Gebühr zahlen will, also Vorausszahlung, Kreditkarte oder so. Ich meine, das kostet doch hier sicherlich was. Hier bei sueddeutsche.de. Kann mir nicht vorstellen, dass ihr das alles umsonst macht. Oder doch?
18.03.2007 02:46:15 woodoo2: Ein Kommentar zum Artikel Der Text liest sich wie ein Aufarbeitung eines Propagandablatts - äh - Pressemitteilung der Medienkonzerne. Zitat: “Das Internet hat – zulasten der Schöpfer geschützter Werke und zu Lasten der Wissens- und Unterhaltungsindustrie, die den Kreativen die Nutzungsrechte abgekauft hat - den Kommunismus wieder eingeführt.” Das ist nicht ganz richtig. Erstens ging bis heute sämtliches Kopieren nicht zu Lasten der Autoren. Es gibt sogar Beispiele, die darauf hin deuten, daß es genau umgekehrt ist: Es gibt Künstler in Amerika, die Musikdateien kostenlos ins Netz gestellt haben, worauf hin sich ihre Bücher wie warme semmeln verkauft haben. Weil die Leute erst dadurch auf diese aufmerksam wurden. Derartigen Erfolg kann man wohl kaum als “zu Lasten” bezeichnen. Und zweitens ging bis heute die Kopiererei überhaupt nicht zu Lasten der Verwertungsgesellschaften. Die Filmindustrie hat 2003 Rekordgewinne (nicht nur -Umsätze) eingefahren. Die Filmindustrie hat 2004 Rekordgewinne (nicht nur -Umsätze) eingefahren. Die Filmindustrie hat 2005 Rekordgewinne (nicht nur -Umsätze) eingefahren - und war beleidigt, daß die Gewinn-Zuwachsraten von 2004 auf 2005 nicht erreicht werden konnten. (Für 2006 liegen mir noch keine Zahlen vor.) Von “Zu Lasten der Verwertungsgesellschaften” kann man bei Rekordgewinnen wirklich nicht sprechen. Klar - die Musikindustrie schaut etwas in die Röhre. Ist aber nicht weiter verwunderlich, wenn man die Umstände betrachtet: Seit etwa grob 2000, als auch in etwa die Krise der MI begann, konkurriert die Musikindustrie massiv mit DVDs und Handies sowie Handy-Klingeltönen. Gerade die Menschen bis 20 Jahre haben nur ein stark begrenztes Budget und geben das gleiche Geld mitlerweile für mehr als nur Musik aus, so daß den Anteil, den der hier für Musik abfällt, logischerweise geringer wird. Und da dummerweise gerade das jüngere Publikum das ist, welches CDs kauft, ist klar, daß die Umsätze der Musikindustrie zurück gingen. übrigens nur von den großen Labels. Den kleinen Labels geht es umsatztechnisch ganz hervorragend. Tja. Warum wohl? Zusätzlich muß übrigens ein weiterer Aspekt berücksichtigt werden, der der Musikindustrie geringere Umsätze beschert: Die Menschen sind anlässlich der geringen Produktionskosten von CDs mitlerweile nicht mehr bereit, horrente Summen dafür zu bezahlen. Wie z.B. der Hype der Immobilienindustrie in Amerika brach dann halt irgendwann - nachdem mehrere Aspekte zusammentrafen - der Hype der Musikindustrie zusammen. Das dem Kopieren anzulaßten halte ich für ziemlich dämlich. Denn freies Kopieren ist Werbung: Ich behaupte, daß gerade MP3 und andere Datenformate dazu geführt haben, daß die Umsätze der MI nicht noch deutlich stärker eingebrochen sind, als es die letzten Jahre der Fall war. Denn Musik kopieren bedeutet in der Regel mehr verschiedene Bands zu Ohren zu bekommen. Und das bedeutet, daß die Menge der Bands, die einem Zuhörer gefallen, zu nimmt. Und er wird sich von diesen Bands CDs kaufen und DVDs und auf Konzerte gehen. Dieser Effekt wird bis heute von der Musikindustrie totgeschwiegen, obwohl er mit Sicherheit eine sehr tragende Rolle spielt und vermutlich eben sogar ihre Umsätze in der heutigen Zeit halbwegs gerettet hat. Zitat: “Es gibt einfallsreiche Kampagnen gegen das Raubkopieren: „Kopien brauchen Originale“ formuliert das Bundesjustizministerium, um darauf hinzuweisen, dass vor der Technik das Hirn kommt” Was für eine völlig verblödete Kampagne. Sie wurde von der Industrie initiiert und nicht vom Justizministerium - das hätten sie, Herr Prantl, leicht recherchieren können. Diese Kampagne kam von den Konzernen - eben jenen, die statt Originale zu schaffen, lieber Konservenmusik produzieren. (DSDSS läßt grüßen.) Diese Kampagne zeigte auch, wie wenig die Musikindustrie ihre Kunden versteht. Statt nämlich die Originale hochzuhalten (das tut sie auch mit dieser Kampagne nicht) verteufelt sie das kopieren. Sie hätte die Gelegenheit gehabt, die Originale in den Augen der Verbraucher aufzuwerten (”Was? Du hast nur eine Kopie? Wie langweilig! Ich hab schon das Original mit Hologramm und Poster der Band!”) tut sie so, als wären alle Verbraucher, die nicht vom Fleck weg bereit sind, der MI Geld in den Rachen zu werfen, Verbrecher (siehe Werbespots). Und noch ein Wort zum “geistigen Eigentum”, Herr Prantl. Es gibt kein “geistiges Eigentum”. Eigentum bezieht sich immer auf etwas reales (Gegenstände und Daten), nicht aber auf Ideen. Dieses ganze juristische Gefasel (ich bezeichne es ganz bewußt so) von “geistigem Eigentum” ist ein reines Kunstprodukt, etwas völlig synthetisches, widernatürliches. An Ideen kann man nämlich keine Eigentumsrechte haben, sondern nur an realen Gegenständen - WEIL man sie nicht kopieren kann. Alles andere ist wider dem gesunden Menschenverstand. Im Grunde denken sie, Herr Prantl, auch nicht weit genug. Früher konnte man alles in zwei Klassen einteilen: Dinge, die man privat hatte oder nur im Kopf hatte, und Dinge, von denen man x Exemplare (alles Unikate) herstellte, die man verkaufen konnte, weil andere diese Dinge entweder teurer oder gar nicht herstellen konnten. Diese zwei Klassen wird nun, heute, um eine dritte Klasse erweitert: Um Dinge, von denen man völlig identische Kopien herstellen kann. Dies erstreckt sich übrigens nicht nur auf Musikdateien: Die ersten Drucker, die dreidimensionale Gegenständer herstellen können, wurden ja die letzten Jahre bereits auf Messen vorgeführt. Langfristig wird man also eine ganze Palette von Dingen (Daten, aber auch Gegenstände) problemlos replizieren können. Wo man früher in den Baumarkt fahren mußte, um sich eine Packung mit Plastikringen (Preis: 5 Euro, Herstellungskosten: 5c, Distributionskosten: 50c) für den Vorhang zu kaufen, wird man zukünftig seinen Drucker anwerfen können. Und damit stehen wir vor einem gesellschaftlichen Problem: Wenn wir Urheberrechte auf Dinge erheben, die sich verlustlos kopieren lassen, bedeutet das auch, daß sie langfristig keine Kopie eines Plastikrings für ihren Vorhang herstellen dürfen, sondern in den Baumarkt fahren müssen und einer chinesischen Firma Geld in den Rachen werfen müssen, welche eben jene Plastikringe herstellt. Unrealistisch? Keineswegs. Wenn die Plastikringhersteller ihre Waren nicht mehr verkaufen können, weil sie jeder kopieren kann, stehen wir vor dem gleichen “Problem”, vor dem die Musikindustrie jetzt steht: Als Vertriebsfirma wird sie überflüssig. Zitat: “Wenn künftig Bücher nichts mehr wert wären, weil es sie im Internet umsonst gibt, dann würden nicht nur Existenzen zerstört, sondern auch die kulturelle Vielfalt.” Wie dumm. Ehrlich. Der Wert eines Buches ist nicht der Kaufpreis. Sie werfen hier zwei Dinge in einen Topf, die sie einmal grundsätzlich trennen sollten: Der Wert einer Ware und das Einkommen, welches diese Ware einem Konzern oder auch einer Person beschert. Natürlich wird der Fortschritt “Existenzen” zerstören: Bei der Musikindustrie sind das nun aber keine Existenzen, sondern einfach nur Umsatzzahlen und damit die Größe des Konzerns - nicht aber Existenzen. Ich habe noch von keinem Musiker gehört, daß er Privatinsolvenz anmelden mußte, weil es nun MP3 gibt. Und sie auch noch nicht, Herr Prantl. Und was die kulturelle Vielfalt angeht - da liegen sie aber völlig daneben. Gerade das Internet zeigt ja heute schon, daß die kulturelle Vielfalt nicht von irgendwelchen Ladenpreisen abhängt - sondern vom Freiheitsgrad der Kommunikation, des Gedankenaustauschs. Demnach dürfte es der kulturellen Vielfalt kaum abträglich sein, wenn Bücher zukünftig frei kopiert werden könnten. Zitat: “Für Internet-Kommunisten ist das Web die Allmende der Moderne.” Sehr bezeichnend, Herr Prantl. Jeder, der ihre klassische, altertümliche, materialistisch geprägte Einstellung, welche auf der Unkenntnis der neuen Medien beruht, nicht teilt, ist automatisch ein Kommunist. Sie verwenden dieses Wort in ihrem Artikel ganz gezielt zur Diffamierung von Leuten, die nachgedacht haben und anders denken als sie. Ihnen entgeht völlig, daß das, was sich hier entwickelt, etwas neues ist, etwas, daß zwischen Kommunismus und Kapitalismus existiert - und eine friedliche Koexistenz mit dem Kapitalismus anstrebt. Es ist nicht mehr als ein an der Gemeinschaft orientierter Gegenpol zum Kapitalismus. Eine Entwicklung, die übrigens durch eben jenen knallharten, extremen Kapitalismus der heutigen Zeit, provoziert wird. Zitat: “Etliche Musikstars akzeptieren heute die Raubkopien, um so mehr Marktwert zu generieren. In Einzelfällen funktioniert das, in der Masse nicht.” Tatsächlich? Dann haben sie sicherlich Zahlen darüber. Die würden mich sehr interessieren: Ich kann nämlich nicht erkennen, daß dies nur in Einzelfällen funktionieren sollen. Ich sehe eher, daß genau das Gegenteil der Fall ist: Ein hoher Verbreitungsgrad läßt sich nur in Einzelfällen *nicht* durch die Freigabe von Musik erreichen - und dieser Verbreitungsgrad ist Maßgeblich für einen Marktwert. Aber bei all diesen Marktwerten, von denen sie schreiben, vermisse ich eines: Die Kunst. Wo ist die Musik, die Kunst geblieben? Offenbar schaffen Künstler heute nur noch Marktwerte aber keine Kunst*Werke* mehr - wenn man ihren Artikel als Maßstab nimmt. Nun, Herr Prantl, mit dem letzten Satz haben sie absolut Recht: Das Urheberrecht ist in der Tat der Sauerstoff des Internets. Aber wie jeder Verbrennung, werden zwei Dinge benötigt: Sauerstoff und etwas anderes, das verbrannt wird um Energie zu liefern. Darauf beruht das Leben. Und dieses etwas ist im Internet die Arbeit für die Gemeinschaft der Menschen. Arbeite ich nicht kooperativ, sprich: für die Gemeinschaft, in dem ich Daten oder Informationen für die Gemeinschaft bereit stelle, so wird das Internet keinerlei Sinn mehr haben. Insofern brauchen wir keine allgemeine Diskussion über die Wichtigkeit der Einhaltung des Urheberrechts, sondern eine Diskussion darüber, wie man das Urheberrecht gestalten muß, um eben jenen gemeinschaftlichen Daten- und Informationsaustausch zu ermöglichen. (Ein Ansatz ist hier z.B. die GPL und andere Lizenzen oder die Creative-Commons-Licenses.) Daß dies an manchen Stellen mit klassischen Konzepten brechen wird, ist klar. Man nennt das Fortschritt: Die Welt verändert sich. So wie sie als Dampfmaschinenhersteller heute keinen Erfolg mehr haben, weil sie nicht mit der Zeit gegangen sind, werden sie in 10 Jahren vielleicht (und das ist noch nicht mal sicher) keinen Erfolg mit dem Verkauf von Musik mehr haben. Stattdessen werden sich andere Wege finden, wie sie Geld verdienen können. Verhungern muß deswegen niemand, nur weil sich etwas verändert und weiterentwickelt. Ich weise darauf hin, daß die ganze Computerisierung bisher keinen einzigen Arbeitsplatz gekostet hat. Jeder obsolet gewordene Arbeitsplatz ist an anderer Stelle durch einen neuen kompensiert worden. So wird es auch diesmal sein. Angst brauchen wir davor nicht zu haben - ganz im Gegenteil. Zeiten des Umbruchs bedeuten immer Erfolgschancen, für die findigen, intelligenten. Und natürlich Mißerfolge für diejenigen, die an alten Konzepten verkrampft festhalten. Selbst wenn die Medienkonzerne noch so viele Gesetze durchdrücken und noch so viele Kopierschutzverfahren einbauen: Sie werden die Entwickklung langfristig nicht aufhalten können. Daher sollten wir auch nicht ihnen das Feld überlassen, sondern es jetzt gezielt gestalten, so lange dies noch möglich ist.
17.03.2007 18:59:51 Fritz Effenberger: Themaverfehlung Der Autor hat offenbar weder das deutsche Urheberrecht in Erinnerung, noch die Mechanik der Medienökonomie verstanden. Was mich angesichts seiner Vita wundert. Er sollte es besser wissen. Statt dessen begnügt er sich mit dem Nachplappern unfundierter Marketingparolen. Das hier zelebrierte, wohlfeile Selbstmitleid eines Elfenbeinturmbewohners verschleiert allerdings jeden Lösungsansatz. Deshalb unterlasse ich an dieser Stelle eine sachliche Diskussion, diese wird dankenswerterweise bereits ausserhalb des Tellerrandes unserer Publikumspresse geführt. Herrn Prantl möchte ich inzwischen eine Besinnung auf seine eigene Berufserfahrung und Urteilsfähigkeit ans Herz legen. Vielleicht… hilft das ja was.
17.03.2007 18:27:46 Bdecrins: Ironie oder überzeugung? Ist der Beitrag ernst gemeint? Das Ende der Kultur ist mit ihrer effizienten Verteilung mit Sicherheit nicht gekommen. Schließlich kann man schon in jeder Aphorimensammlung lesen “Wissen ist das Einzige was wächst, wenn man es teilt”. Und die Kultur gehört ihrem Wesen nach tatsächlich allen Menschen des entsprechenden Kulturkreises. Was sollte das auch sein, eine Privatkultur?
17.03.2007 13:45:20 Herrenfahrer: “Jedes Original ist meist nur ein noch nicht entdecktes Plagiat” (Voltaire) Je mehr man heute im Internet unterwegs ist, um so mehr erkennt man den Wahrheitsgehalt einer Aussage von Voltaire: “Jedes Original ist meist nur ein noch nicht entdecktes Plagiat”. Besonders originell: Bücher mit 30-seitigen Literaturanhängen und dem Hinweis auf das Verbot des Kopierens von Inhalten. Jeder echte Künstler sieht das Kopieren bzw. Weiterführen seiner Ideen als Anerkennung, er weiß, dass andere diese Ideen vorher ggf. auch schon mal gehabt haben (könnten). Wirkliche Künstler sind in diesem Sinne demütig und schätzen (kopierende) Schüler. BTW: Was ist die beste Möglichkeit der Datensicherung? Wichtige Dinge möglichst oft ins Netz stellen, referenzieren, kopieren lassen und es auf Millionen Rechner verteilen! Ich bin ebenfalls der Meinung von STAETTE: “Und die Künstler, die vor 15 Jahren keine Chance gehabt hätten bekannt zu werden, bekommen durch das Netz eine Chance, weil nicht einige wenige über gut oder schlecht entscheiden, sondern die Masse im Internet.” Diese Entwicklung kann den klassischen Medien-Gatekeepern nicht schmecken. Ihre Macht schmilzt wie Eis an der Sonne. Bisheriges Urheberrecht wird den alten Verwertungsmaschinerien entrissen und über das Internet von uns allen neu eingestellt. Es ist der Feinstaub von gestern, den wir alle in echten Sauerstoff umwandeln, der Anfang aller echten, teilhabenden Kultur - jenseits von Künstler-Klüngel-Medien-Verwertungs-Wirtschaft.
A- B- C -Hinweise: Mit diesen Zeichen werden zunehmend Anmerkungen gekennzeichnet: Kunstmarkt - Feuilleton - FAZ.NET - Diebstahl: Nur die … und Lies, um zu leben! : literaturkritik.de ergänzt wird.
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Wiktionary: Link – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |




Google
Webnews
Am 20. März 2007 um 10:37 Uhr
Fakevotes von yigg für yigg?
Wenn man öfter yigg benutzt und dort den sog. “Spion” verfolgt, stolpert man in letzter Zeit über erstaunliche Ereignisse. Dort werden in Serie Votes für Beiträge abgegeben. Allerdings nicht von Useren, sondern unter dem Namen “Marvin”. Marvin ist eigentlich der Bot von yigg. Die Frage ist nun: Votet der Yigg-Bot mit, um die Seite aktiver wirken zu lassen als sie ist?
Hier mal ein paar Screen-Shots, die ich aufgenommen habe:

Laut User und Moderator “onkelloco” handelt es sich dabei nicht um Fake-Votes, sondern Marvin erscheint als Platzhalter für anonyme Votes.
Zitat:
Klingt einleuchtend, auch wenn es die denkbar schlechteste Wahl eines Platzhalters wäre. Wieso nicht einfach “anonym” schreiben? Und wieso wurden diese anonymen Votes in der Vergangenheit nicht im Spion angezeigt?
Schauen wir uns mal an, wofür gevotet wird:



Beispiel 1:
Beispiel 2:
Beispiel 3:
Wie man sehen kann, sind die Beiträge teils fast ein ganzes Jahr alt. Dies sind aber keine Beispielvotes, die ich verteilt herausgenommen habe. Wie man im folgenden Bild sehen kann, handelt es sich um Votes, die in Reihe und innerhalb weniger Sekunden abgegeben wurden:
Es gibt also einen anonymen User, der für Beiträge voted, die teils völlig veraltet sind? - Und das sowohl mitten am Tag als auch mitten in der Nacht? Sowohl unter der Woche als auch am Wochenende?
Ich bin mir da nicht so sicher. Wenn es so sein sollte, dann wäre es höchste Zeit, das yigg diesen Ab-User sperrt (z.B. per IP), bzw. herausfindet, wer dahinter steckt. Könnte es die Konkurrenz sein, die yigg in den Verdacht der Fake-Votens bringen will? Gibt´s wirklich einen Spinner, der ständig Beiträge voted? Oder ist die Story von den anonymen Votes eher was für die Serie “Twilightzone”
Von der Annahme das es sich um eine Einzelperson, oder um einen Bot handelt und nicht um eine Vielzahl von Personen, gehe ich aus, weil die Votes immer in sehr kurzer Zeit und in Serie erfolgen. Yigg hat zwar viele User, aber nicht genug um derart viele Votes in Serie und in so kurzer Zeit von verschiedenen Anonymen Usern zu bekommen.
Auf jeden Fall eine spannende Geschichte. Man fühlt sich fast an TKKG erinnert
Fortsetzung:
User phantom (Mitglied des Yigg-Teams) äußerte hierzu:
DAS ist mal sehr interessant. Könnte es sein das der Google-Bot Votes triggert? Immerhin habe ich ja in einem früheren Posting bereits gezeigt, das man bei yigg voten kann, indem man einfach auf einen Link klickt. Eine Antwort auf diese Frage ist noch offen.
Fortsetzung 2:
Erstaunlicher Weise reagiert man bei yigg recht gereizt auf meine Fragen. Man sollte doch meinen, das eine derart erfolgreiche Seite souveräner mit einer scheinbar gegenstandslosen Frage umgeht. Wäre es nicht einfacher gewesen, einen Blick in Log Files zu werfen um zu sehen wer da die ganzen Votes abgibt? Was ist so schwer daran zu sagen: Wir haben das nochmal gecheckt und es sind wirklich eine Vielzahl von anonymen Usern.” Oder “Wir haben die Log-files gecheckt, es ist ein Witzbold aus Land”
Statt dessen werden weiter Gerüche ausgestreut:
Zitat:
Ob das “nichtmehr” nun als “seit heute” zu verstehen ist bleibt allerdings unklar.
Na ich lass die Sache mal Ruhe. Um “phantom” zu beweisen, das ich keine schlechten Absichten hatte, als ich eine Frage stellt, bin ich gerne bereit an den Anfang dieses Beitrags eine Richtigstellung der Sachverhalte durch yigg zu stellen. Sollte das nicht der Fall sein, dann werde ich an diesem Beitrag nichts mehr ändern, sondern schließe ihn hiermit ab.
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Umfrage:
Der Beitrag wurde am Samstag, den 17. März 2007 um 13:42 Uhr veröffentlicht und wurde unter yigg | wong it! abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Eine Reaktion zu “Fakevotes von yigg für yigg?”
Am 18. März 2007 um 01:39 Uhr
[…] Beitrag zur Yigg Manipulation von Marvin hat es mit 2 Yiggs auf die Frontpage geschafft.. Nicht schlecht, oder? Dafür hat der […]
Am 31. März 2007 um 13:13 Uhr
[…] Urheberrecht übertragen werden … . Gleichzeitig erfolgt ein Fortsetzung z. B von der […]
Am 25. September 2007 um 12:32 Uhr
Die Buchmacher
Selbstverlag.
Viele Autoren veröffentlichen ein Buch im Selbstverlag. Manche bedienen damit nur ihre Eitelkeit, die meisten aber befördern damit auch die eigene Karriere.
Reinhard Rossmann hatte keinen Verlag – und doch gleich einen Bestseller gelandet. Der Wiener Gründer eines Unternehmen für Marktforschung und Internet-Marketing verfasste eine Art Fibel für Existenzgründer, genauer gesagt: „Die 7 Sünden beim Gründen“ als Taschenbuch auf 120 Seiten. Erschienen ist die Lektüre als Book-on-Demand (Bod) – als Buch auf Bestellung. „Wie mein Unternehmen wollte ich auch das Buch selbst entwickeln und vermarkten“, sagt der 30-Jährige.
Das ist ihm gelungen: Die erste Auflage verkaufte sich rund 800-mal, von der zweiten wurden sogar 1200 Exemplare bestellt. Kein schlechtes Ergebnis für ein Fachbuch – und ein Spitzenwert für ein selbstverlegtes. Bei den großen Verlagen gehören schließlich schon Bücher mit einer verkauften Auflage von 5000 Stück zu den Topsellern. Und selbst das gelingt nur wenigen.
Schreiben sei wie Prostitution, befand einst der französische Dramatiker Jean-Baptiste Molière: „Zuerst macht man es aus Liebe, dann für Freunde und schließlich für Geld.“ Zurzeit ist es vor allem ein florierendes Gewerbe. Seit zwei Jahren steigt die Zahl der Hobbyautoren beachtlich an, dieses Jahr explodiert sie förmlich. Auf einmal, so scheint es, will jeder sein eigenes Buch verlegen. Bei Books on Demand (BoD), einer Tochter des Online-Buchhändlers Libri
Gebäude von Libri in Bad Hersfeld
und mit rund 60 Prozent Marktanteil Platzhirsch im Segment der Bestellbücher, lagen bis Ende 2006 rund 15.000 Titel druckbereit auf dem Server. Rund sechs Monate später sind es schon 30.000, in der zweiten Jahreshälfte kommen höchstwahrscheinlich 10.000 weitere Titel hinzu. Über 5000 Do-it-yourself-Autoren haben auf diesem Weg in Deutschland bereits ein oder mehrere Bücher publiziert und zusammen über fünf Millionen Exemplare verkauft.
Der Boom ist Teil eines Marktphänomens, das Chris Anderson, Chefredakteur des US-Technik-Magazins „Wired“ und selbst Buchautor, „The Long Tail“ nannte – zu Deutsch: Kleinvieh macht auch Mist.
Bisher kalkulierte der Handel damit, dass gerade mal 20 Prozent der Produkte nahezu 80 Prozent des Umsatzes und meist den gesamten Profit erzielen. Gerade im Buchmarkt subventionieren so die wenigen Bestseller die vielen Ladenhüter. Anderson aber zeigte, dass die zunehmende Individualisierung von Produkten und Märkten zahlreiche lukrative Nischen schafft. Allein der Online-Buchhändler Amazon erwirtschaftet mittlerweile ein Viertel seines Umsatzes mit Exotenbüchern, die sich jeweils kaum mehr als einige Hundert Mal verkaufen.
Die inhaltliche Bandbreite dieser selbstverlegten Literaturerzeugnisse ist allerdings enorm: Die Hausfrau, die Lyrik verfasst, ist ebenso vertreten, wie der Industriekaufmann, der glaubt, Einstein widerlegen zu können, oder der Oberstudienrat, der seine unerfüllten Fantasien in einen frivolen Roman fasst. „Als Bestellbuch-Verleger muss man sehr tolerant sein“, sagt Johannes Monse, Verlagsleiter bei Ruckzuckbuch, einer Tochter des Münsteraner Monsenstein und Vannerdat Verlags.
Der Marktanteil dieser Liebhaberlektüre beträgt jedoch allenfalls 25 Prozent. Und der Erfolg der Titel hält nur selten mit dem Ego ihrer Autoren Schritt: Das meiste davon endet als unverkäuflicher Serverhüter.
Deutlich besser verkaufen sich Fachbücher, die eine gefragte Nische besetzen, wie etwa ein Kochbuch für Kinder, die an der Stoffwechselstörung Phenylketonurie (PKU) leiden, oder Ratgeber zur Computer-Spieleprogrammierung. Solche Spezialthemen sind für Publikumsverlage oft uninteressant. Ausfallrisiko und Lagerkosten sind zu hoch. Das heißt aber nicht, dass es dafür keine Zielgruppe gäbe.
Entsprechend hoch ist der Anteil der Fach- und Nischenbuchautoren bei den Bestellverlagen. Sie machen etwa die Hälfte der dortigen Urheber aus. Im Schnitt erreichen ihre Werke verkaufte Auflagen von bis zu 1000 Exemplaren und machen inzwischen knapp vier Prozent der verkauften Titel am Gesamtbuchmarkt aus. Tendenz steigend.
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Am 31. Dezember 2007 um 20:50 Uhr
Online-Kriminalität
Sportjahr 2008 lockt Cyber-Verbrecher an
Erschienen am 19. Dezember 2007 | Sascha Plischke
Mit den Olympischen Spielen und der Fußball-Europameisterschaft wird 2008 ein milliardenschweres Sportjahr. Von diesem Kuchen wollen auch Online-Kriminelle ein Stück abhaben, Sicherheits-Experten warnen schon jetzt vor massiven Attacken der Hacker, Spammer und Phisher. Computernutzer müssten sich besonders vorsehen – zumal die Angreifer ganz neue Wege gefunden haben, um an Geld und sensible Daten der Surfer zu kommen.Was halten Sie von der Warnung der Sicherheitsexperten? Nutzen Sie unsere Kommentar-Funktion am Ende des Artikels!Machen Sie den Test Wie sicher ist Ihr PC?
Das BKA empfiehlt Die besten Anti-Phishing-Tipps
Foto-Show Datenschnüffler loswerden - das hilft
Klick-Show 15 goldene Regeln für einen sicheren PCVor allem den Ticket-Verkauf für die beiden sportlichen Großereignisse dürften sich die Kriminellen zu Nutze machen, um Aufmerksamkeit und Vertrauen der Nutzer zu gewinnen. Die Eintrittskarten werden aufgrund des hohen Andrangs online zugelost – gefälschte eMails von UEFA und Olympischem Organisationskomitee dürften daher bevorzugtes Werkzeug von Spammern und Hackern werden, um an das Geld potentieller Opfer zu gelangen. “Der große finanzielle Kuchen derartiger Riesen-Events ist für Cyber-Kriminelle zu verführerisch und wird im Vorfeld beider Ereignisse sicherlich die Zahl von Spam- und Phishing-Mails kurzfristig nach oben schnellen lassen”, sagte Ralf Benzmüller, Leiter der G Data Security Labs, gegenüber dem Branchendienst pressetext.
Speichermarkt in Bewegung
Gefährliche Attacken im Mitmachnetz
Neben den klassischen Angriffswegen erwarten die Experten auch eine Zunahme von Attacken über Web-2.0-Portale. Die zeichnen sich vor allem durch eine hohe Bereitschaft ihrer Nutzer aus, private Daten in Profilen zu veröffentlichen. Im abgelaufenen Jahr mussten Verbraucher erkennen, dass sie Cyber-Kriminellen auf diesen sogenannten Social-Networking-Sites unfreiwilligerweise ihre persönlichen Daten anvertraut haben. Mark Sunner, Chief Security Analyst bei MessageLabs, warnt: “Angesichts der rasanten Zunahme bei der Nutzung dieser Seiten war es unvermeidbar, dass die Cyber-Kriminellen die Inhalte dieser Sites freudig in ihr Portfolio von Angriffswerkzeugen aufnehmen würden.” Datendiebstahl und Phishing-Versuche über die internen Nachrichtensysteme dieser Seiten dürften im kommenden Jahr rasant zunehmen. Die Experten von Symantec gehen zudem davon aus, dass auch Online-Rollenspiele wie das beliebte “World of Warcraft” zum bevorzugten Ziel von Online-Kriminellen werden könnten.Foto-Show ZehnTipps gegen die Spam-Flut
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Auch im Bereich der Malware werden zahlreiche neue Entwicklungen erwartet. So prognostiziert Experte Benzmüller den “Wegwerf-Trojaner” – einen einfach geschriebenen, cleveren Eindringling, der nach einmaligem Einsatz sehr schnell umgeschrieben und einem neuen Zweck zugeführt werden kann. So ändert der Schädling immer wieder seine Signatur – Anti-Viren-Programme müssten sich erst schwerfällig neu darauf einstellen. Damit beginnt eine neue, heiße Phase im Kampf von Sicherheits-Dienstleistern und Hackern. Einen weiteren Trend sehen die Experten in der so genannten “Ransomware” – Schädlinge, die Daten der Computernutzer als Geisel nehmen. Wichtige Teile der Festplatte werden dabei nach Befall verschlüsselt und dem Anwender unzugänglich gemacht. Die Daten werden dann erst nach Zahlung eines Lösegelds wieder freigelassen.
Das Fazit der Experten: 2008 müssen Computernutzer noch deutlich vorsichtiger sein als bisher und ihre Sicherheitssoftware stets auf dem neuesten Stand halten.
(Klick auf meinen Namen bringt weitere Hinweise, Quellen und Zusammenhänge)
Am 29. Januar 2009 um 22:02 Uhr
Gleich im TV
Am 6. Oktober 2009 um 21:19 Uhr
[…] Urheberrecht übertragen werden … . Gleichzeitig erfolgt ein Fortsetzung z. B von der […]