Journalist - eine gefährdete Spezies

Die Organisation Reporter ohne Grenzen stuften in ihrem heute erschienenen Jahresbericht die Lage der Pressefreiheit ein. Im vergangenen Jahr sind dem Bericht zufolge 871 Journalisten und Medienmitarbeiter festgenommen worden. 81 Medienleute wurden in Ausübung ihres Berufs getötet, davon 64 allein im Irak. Das seien die höchsten Zahlen seit 1994.

Ein A- B- C -Lesetipp.

4 Reaktionen zu “Journalist - eine gefährdete Spezies”

  1. Michael K.

    Die Buchmacher

    Selbstverlag.

    Viele Autoren veröffentlichen ein Buch im Selbstverlag. Manche bedienen damit nur ihre Eitelkeit, die meisten aber befördern damit auch die eigene Karriere.

    Reinhard Rossmann hatte keinen Verlag – und doch gleich einen Bestseller gelandet. Der Wiener Gründer eines Unternehmen für Marktforschung und Internet-Marketing verfasste eine Art Fibel für Existenzgründer, genauer gesagt: „Die 7 Sünden beim Gründen“ als Taschenbuch auf 120 Seiten. Erschienen ist die Lektüre als Book-on-Demand (Bod) – als Buch auf Bestellung. „Wie mein Unternehmen wollte ich auch das Buch selbst entwickeln und vermarkten“, sagt der 30-Jährige.

    Das ist ihm gelungen: Die erste Auflage verkaufte sich rund 800-mal, von der zweiten wurden sogar 1200 Exemplare bestellt. Kein schlechtes Ergebnis für ein Fachbuch – und ein Spitzenwert für ein selbstverlegtes. Bei den großen Verlagen gehören schließlich schon Bücher mit einer verkauften Auflage von 5000 Stück zu den Topsellern. Und selbst das gelingt nur wenigen.

    Schreiben sei wie Prostitution, befand einst der französische Dramatiker Jean-Baptiste Molière: „Zuerst macht man es aus Liebe, dann für Freunde und schließlich für Geld.“ Zurzeit ist es vor allem ein florierendes Gewerbe. Seit zwei Jahren steigt die Zahl der Hobbyautoren beachtlich an, dieses Jahr explodiert sie förmlich. Auf einmal, so scheint es, will jeder sein eigenes Buch verlegen. Bei Books on Demand (BoD), einer Tochter des Online-Buchhändlers Libri

    Gebäude von Libri in Bad Hersfeld

    Gebäude von Libri in Bad Hersfeld

    und mit rund 60 Prozent Marktanteil Platzhirsch im Segment der Bestellbücher, lagen bis Ende 2006 rund 15.000 Titel druckbereit auf dem Server. Rund sechs Monate später sind es schon 30.000, in der zweiten Jahreshälfte kommen höchstwahrscheinlich 10.000 weitere Titel hinzu. Über 5000 Do-it-yourself-Autoren haben auf diesem Weg in Deutschland bereits ein oder mehrere Bücher publiziert und zusammen über fünf Millionen Exemplare verkauft.

    Der Boom ist Teil eines Marktphänomens, das Chris Anderson, Chefredakteur des US-Technik-Magazins „Wired“ und selbst Buchautor, „The Long Tail“ nannte – zu Deutsch: Kleinvieh macht auch Mist.

    Bisher kalkulierte der Handel damit, dass gerade mal 20 Prozent der Produkte nahezu 80 Prozent des Umsatzes und meist den gesamten Profit erzielen. Gerade im Buchmarkt subventionieren so die wenigen Bestseller die vielen Ladenhüter. Anderson aber zeigte, dass die zunehmende Individualisierung von Produkten und Märkten zahlreiche lukrative Nischen schafft. Allein der Online-Buchhändler Amazon erwirtschaftet mittlerweile ein Viertel seines Umsatzes mit Exotenbüchern, die sich jeweils kaum mehr als einige Hundert Mal verkaufen.

    Die inhaltliche Bandbreite dieser selbstverlegten Literaturerzeugnisse ist allerdings enorm: Die Hausfrau, die Lyrik verfasst, ist ebenso vertreten, wie der Industriekaufmann, der glaubt, Einstein widerlegen zu können, oder der Oberstudienrat, der seine unerfüllten Fantasien in einen frivolen Roman fasst. „Als Bestellbuch-Verleger muss man sehr tolerant sein“, sagt Johannes Monse, Verlagsleiter bei Ruckzuckbuch, einer Tochter des Münsteraner Monsenstein und Vannerdat Verlags.

    Der Marktanteil dieser Liebhaberlektüre beträgt jedoch allenfalls 25 Prozent. Und der Erfolg der Titel hält nur selten mit dem Ego ihrer Autoren Schritt: Das meiste davon endet als unverkäuflicher Serverhüter.

    Deutlich besser verkaufen sich Fachbücher, die eine gefragte Nische besetzen, wie etwa ein Kochbuch für Kinder, die an der Stoffwechselstörung Phenylketonurie (PKU) leiden, oder Ratgeber zur Computer-Spieleprogrammierung. Solche Spezialthemen sind für Publikumsverlage oft uninteressant. Ausfallrisiko und Lagerkosten sind zu hoch. Das heißt aber nicht, dass es dafür keine Zielgruppe gäbe.

    Entsprechend hoch ist der Anteil der Fach- und Nischenbuchautoren bei den Bestellverlagen. Sie machen etwa die Hälfte der dortigen Urheber aus. Im Schnitt erreichen ihre Werke verkaufte Auflagen von bis zu 1000 Exemplaren und machen inzwischen knapp vier Prozent der verkauften Titel am Gesamtbuchmarkt aus. Tendenz steigend.

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  2. fixxx

    Soll übernommen werden, wenn bis Oktober keine Hinweise dazu oder gar dagegen kommen!

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  4. Werner G. Gaede

    Online-Kriminalität

    Sportjahr 2008 lockt Cyber-Verbrecher an

    Erschienen am 19. Dezember 2007 | Sascha Plischke

    Zur Fußball EM 2008 rechnen Sicherheitsexperten mit massiven Hacker-Angriffen. (Montage: T-Online)
    Zur Fußball EM 2008 rechnen Sicherheitsexperten mit massiven Hacker-Angriffen. (Montage: T-Online)  

    Mit den Olympischen Spielen und der Fußball-Europameisterschaft wird 2008 ein milliardenschweres Sportjahr. Von diesem Kuchen wollen auch Online-Kriminelle ein Stück abhaben, Sicherheits-Experten warnen schon jetzt vor massiven Attacken der Hacker, Spammer und Phisher. Computernutzer müssten sich besonders vorsehen – zumal die Angreifer ganz neue Wege gefunden haben, um an Geld und sensible Daten der Surfer zu kommen.Was halten Sie von der Warnung der Sicherheitsexperten? Nutzen Sie unsere Kommentar-Funktion am Ende des Artikels!Machen Sie den Test Wie sicher ist Ihr PC?
    Das BKA empfiehlt Die besten Anti-Phishing-Tipps
    Foto-Show Datenschnüffler loswerden - das hilft
    Klick-Show 15 goldene Regeln für einen sicheren PCVor allem den Ticket-Verkauf für die beiden sportlichen Großereignisse dürften sich die Kriminellen zu Nutze machen, um Aufmerksamkeit und Vertrauen der Nutzer zu gewinnen. Die Eintrittskarten werden aufgrund des hohen Andrangs online zugelost – gefälschte eMails von UEFA und Olympischem Organisationskomitee dürften daher bevorzugtes Werkzeug von Spammern und Hackern werden, um an das Geld potentieller Opfer zu gelangen. “Der große finanzielle Kuchen derartiger Riesen-Events ist für Cyber-Kriminelle zu verführerisch und wird im Vorfeld beider Ereignisse sicherlich die Zahl von Spam- und Phishing-Mails kurzfristig nach oben schnellen lassen”, sagte Ralf Benzmüller, Leiter der G Data Security Labs, gegenüber dem Branchendienst pressetext.

    Speichermarkt in Bewegung

    Gefährliche Attacken im Mitmachnetz

    Neben den klassischen Angriffswegen erwarten die Experten auch eine Zunahme von Attacken über Web-2.0-Portale. Die zeichnen sich vor allem durch eine hohe Bereitschaft ihrer Nutzer aus, private Daten in Profilen zu veröffentlichen. Im abgelaufenen Jahr mussten Verbraucher erkennen, dass sie Cyber-Kriminellen auf diesen sogenannten Social-Networking-Sites unfreiwilligerweise ihre persönlichen Daten anvertraut haben. Mark Sunner, Chief Security Analyst bei MessageLabs, warnt: “Angesichts der rasanten Zunahme bei der Nutzung dieser Seiten war es unvermeidbar, dass die Cyber-Kriminellen die Inhalte dieser Sites freudig in ihr Portfolio von Angriffswerkzeugen aufnehmen würden.” Datendiebstahl und Phishing-Versuche über die internen Nachrichtensysteme dieser Seiten dürften im kommenden Jahr rasant zunehmen. Die Experten von Symantec gehen zudem davon aus, dass auch Online-Rollenspiele wie das beliebte “World of Warcraft” zum bevorzugten Ziel von Online-Kriminellen werden könnten.Foto-Show ZehnTipps gegen die Spam-Flut
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    Erpresser-Viren und Wegwerf-Trojaner

    DIE SCHRÄGSTEN COMPUTER-VIREN

    Auch im Bereich der Malware werden zahlreiche neue Entwicklungen erwartet. So prognostiziert Experte Benzmüller den “Wegwerf-Trojaner” – einen einfach geschriebenen, cleveren Eindringling, der nach einmaligem Einsatz sehr schnell umgeschrieben und einem neuen Zweck zugeführt werden kann. So ändert der Schädling immer wieder seine Signatur – Anti-Viren-Programme müssten sich erst schwerfällig neu darauf einstellen. Damit beginnt eine neue, heiße Phase im Kampf von Sicherheits-Dienstleistern und Hackern. Einen weiteren Trend sehen die Experten in der so genannten “Ransomware” – Schädlinge, die Daten der Computernutzer als Geisel nehmen. Wichtige Teile der Festplatte werden dabei nach Befall verschlüsselt und dem Anwender unzugänglich gemacht. Die Daten werden dann erst nach Zahlung eines Lösegelds wieder freigelassen.

    Das Fazit der Experten: 2008 müssen Computernutzer noch deutlich vorsichtiger sein als bisher und ihre Sicherheitssoftware stets auf dem neuesten Stand halten.

    (Klick auf meinen Namen bringt weitere Hinweise, Quellen und Zusammenhänge)

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